Success Now Magazine - Brandon’s Journey

von Colin Edwards, erschienen im Success Now Magazine, Heft 10

 

Brandon Bays persönliche Geschichte ist unglaublich. Ihre eigene Erfahrung brachte sie dazu, anderen bei der Entwicklung ihres vollen Potenzials zu helfen.

 

Aber zunächst einmal habe ich einige Fragen an Sie, lieber Leser. Haben Sie sich jemals in einem Gebäude mit einer Aura aus Gelassenheit und Frieden aufgehalten? Haben Sie schon einmal etwas von einer Persönlichkeit gelesen, die in einem anderen Kontinent lebt, und sich gewünscht, sie irgendwie treffen zu können? Haben Sie jemals gedacht, dass Ihr Leben irgendwie besser sein sollte, obwohl Sie all die richtigen Bücher gelesen und die richtigen Dinge getan haben? Wenn Sie je über solche Dinge nachgedacht haben, so sind Sie nicht die einzigen. Wie das Sprichwort sagt: „Ich war da, habs getan, das T-Shirt gekauft“. Also wollen wir diese Fragen beantworten.

 

Ich hörte zum ersten Mal von Brandon Bays, als ich in einer früheren Ausgabe dieser Zeitschrift (ich war damals nur abboniert) ihre inspirierende Geschichte las. (Ich füge die Höhepunkte aus diesem Artikel hier ein) Ich konnte mir damals kaum vorstellen, dass ich sie einmal persönlich kennenlernen sollte, aber, wie sie selbst zu sagen pflegt: „wenn du etwas wirklich willst, erhältst du die Mittel und Wege, es zu bekommen.“

 

Sobald ich erfuhr, dass Brandon sich in England niederlassen wollte, fragte ich sie, ob ich sie treffen könnte. Als ich an einem Spätsommertag durch die schöne Landschaft westlich von London fuhr, war ich unsicher, ob ich willkommen wäre oder nur als eine Störung des sowieso schon vollen Zeitplans angesehen würde. Vielleicht würde sie sich darüber ärgern, nur zwei Wochen nach ihrem Einzug in ihr neues Haus einen Vertreter der Medien empfangen zu müssen. Aber meine Ängste waren unbegründet.

 

Als ich die kurze Auffahrt hinaufging, fühlte ich mich schon ruhiger. Brandon empfing mich ungezwungen und völlig offen. Sie bot mir einen Pinsel an und fragte, ob wir bei unserer Unterhaltung weiterstreichen sollten; ich lehnte das jedoch ab und schlug vor, dass uns eine Pause wahrscheinlich beiden guttun würde.

 

Wir gingen durch die luftigen Empfangsräume in den Garten und gleichzeitig zum wirklichen Teil unseres Gespräches über. Das ganze Gebäude strömte Frieden und Licht aus; der Garten war einfach himmlisch. Ja, ein Gebäude kann über eine solche Ruhe verfügen, aber ich nehme an, dass dies genauso von den Bewohnern kommt wie von dem Platz selbst. Als Brandon über das Haus sprach, begriff ich, dass ich es mit einer Frau zu tun hatte, die keine Halbheiten akzeptierte. Ob sie ein Haus renoviert, Fragen beantwortet oder ein Seminar leitet – sie gibt deutlich immer mehr als 110 Prozent von sich selbst.

 

Am Ende eines „Profil“-Interviews frage ich meine Gesprächspartner immer nach einem Statement zum Erfolg; ich sage ihnen das jedoch vorher an, damit sie genug Zeit für die Antwort haben. Als ich diese Frage Brandon stellte, fixierte sie mich mit einem beunruhigend durchdringendem Blick und sagte: „Ach, das ist doch so einfach. Erfolg ist eine alltägliche Geschichte. Es geht darum, dein Ziel im Leben zu haben. Darum, das Geschenk jedes einzelnen Moments zu besitzen. Darum, dich in deiner Arbeit gesegnet zu fühlen.“ Ich schrieb diese Definition auf, mit der Absicht, später nochmal darauf zurückzukommen. Wie so viele ihrer Gedanken ist auch dieser täuschend einfach; dennoch ist er mir seitdem stets im Gedächtnis geblieben. Nun wollte ich aber Brandons Geschichte erfahren.

 

Sie erinnerte sich, dass sie als Kind in New York die Erwachsenen mit ihren Fragen nach einem „warum“ zum Wahnsinn trieb. Das war nicht der übliche kindliche Satz, den alle Eltern kennen, sondern eine wirkliche Sehnsucht nach Erkenntnis, die nach Befriedigung rief.

 

Brandon sagte: “Seit meiner frühesten Kindheit hatte ich dieses Verlangen nach Wissen und Wahrheit. Ich besaß ein Bewusstsein über Religion und Philosophie, das meinem Alter weit voraus war, aber ich fühlte auch diese Sehnsucht und die instinktive Erkenntnis, dass es eine innere Größe gab. Ich wusste, dass sie da war, aber nicht, wie ich dorthin gelangen konnte.“

 

“In der üblichen Zeit ging ich zur Universität, wo ich Philosophie, vergleichende Religionswissenschaft, Theater und Kunst studierte. Meine Studien brachten mich nach Wien in Österreich; schließlich machte ich meinen Abschluss an der Universität von New York in Binghampton. Mein Mann Bob nahm mich zu einem Symposium über Quantenphysik mit; das war mein erster Blick auf das ganze Seele-Körper-Geist-Konzept, das damals gerade begann, an Dynamik und öffentlicher Aufmerksamkeit zu gewinnen.“

 

Wir haben Brandons innere Intensität bereits erwähnt; daher war es keine besondere Überraschung für mich, zu erfahren, dass sie diese Entschlossenheit dazu aufbrachte, nur zehn Jahre nach ihrem Uni-Abschluss ein „alternatives Medizin-Center“ in New York City zu eröffnen, das allen Hilfesuchenden freie Behandlung anbot.

 

Wie Brandon sagte, “war es eine großartige Zeit des Lernens, nicht nur in der Klinik, sondern auch in unserer karg bemessenen Freizeit. In unseren Ferien studierten wir; bald fanden wir heraus, dass wir, je mehr wir gaben, desto mehr auch empfingen, während wir uns auf unsere geliebte Arbeit konzentrierten.“ Wenn Sie nun glauben, diese Dame sei eine jener „das Leben ist wirklich, das Leben ist ernst“ – Partymiezen, so müssen wir nun hinzufügen, dass nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte. Sie ist wirklich erstaunlich leidenschaftlich in ihrem Glauben und ihrer Arbeit, aber unter all dem lugt oft der Schalk und ein ausgeprägter Sinn für Humor hervor, der nur darauf wartet, durchzubrechen.

 

Der nächste wichtige Abschnitt in Brandon Bays Geschichte kam, als sie und ihr Mann sich Anthony Robbins anschlossen und mit seinem 'Living Health“ Seminar Programm auf Tournee gingen. Dieses Programm, das die Amerikaner „natürliche Hygiene“ nennen, wurde bald sehr beliebt. Es geht dabei um eine Ernährung aus gesunden, lebendigen Nahrungsmitteln. Sozusagen darum, den richtigen Treibstoff einzufüllen, um das rechte Ergebnis zu erzielen. Aber gegen Ende des Jahrzehnts mit Anthony Robbins traf Brandon auf ihren eigenen Moment der Wahrheit.

 

Wo waren wir stehengeblieben? Brandon erzählt weiter: „Ich verdanke all meinen Lehrern soviel, ihnen gebührt alle Ehre, von meiner Kindheit an bis jetzt – und ich lerne immer noch. Tony (Robbins) half Leuten, die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen; inzwischen mach ich das auch in meinen Wochenend-Workshops, die ich „The Journey“ (die Reise) nenne.“

 

“Ich sehe das Leben so: Ich glaube, dass wir alle als unschätzbar wertvolle, glänzende Diamanten geboren werden. Während wir heranwachsen, sammeln wir all dieses emotionale Gepäck an, bis schließlich der Diamant unter einer Schicht von Müll begraben ist. Wenn wir ein gewisses Alter erreichen, überdecken wir diesen Müll mit einer Lackschicht und laden die Welt dazu ein, uns in unserem wiederhergestellten Glanz zu bewundern. Wir wundern uns nur, warum uns das keiner abkauft. In „The Journey“ geht es darum, diese Schichten wieder abzuschälen, wie bei einer Zwiebel. Wenn du zu deinem „wirklichen du“ zurückfindest, brauchst du dich anderen gegenüber nicht mehr zu verstellen. Und was noch wichtiger ist: du brauchst dir auch selbst nichts mehr vorzumachen.“

 

“Wenn die Leute zu einer Erfahrung für ein Wochenende kommen, sage ich ihnen, dass wir “wirklich“ werden. Wir werden zu etwas Besserem erwachen. Wir werden alle ihre Schichten von emotionalem Müll abschälen, um zu dem Diamanten darunter zurückzufinden. Ich kann es nicht für sie tun, aber ich kann ihnen die Richtung zeigen und sie durch den Prozess leiten. Ich bin keine Heilerin, sondern zeige den Menschen, wie sie sich selbst heilen können. Wir beginnen den Prozess da, wo viele andere Seminare und Kurse aufhören. Wir zielen darauf hin, Unverarbeitetes aufzulösen und lang gehegte Erinnerungen, Verletzungen und Verhaltensweisen zu vertreiben. Wir gehen zu den ursprünglichen Gründen des Ärgers und der Anspannung zurück und erlauben ihnen, sich aufzulösen. Indem wir sie loslassen, erlauben wir einer positiven, heilenden Kraft, hereinzuströmen.“ An dieser Stelle warnte ich Brandon – ich sei ein zynischer Journalist, und, obwohl ihr Enthusiasmus und ihre Ehrlichkeit außer Zweifel stünden, wäre ich als Teilnehmer eines ihrer Kurse extrem kritisch. „Ausgezeichnet“, sagte sie. „Skepsis ist gesund. Eines der ersten Dinge, um die ich meine Teilnehmer bitte, ist, ihre „Unsinn-Detektoren“ scharfzustellen. Jeder sollte auf seine eigene innere Wahrheit hören. Wenn jemand findet, dass das, was ich sage, nichts für ihn ist, dann wird er hoffentlich seine Antworten auf anderen Wegen, zu einer anderen Zeit finden. Wenn du mit voll aufgedrehtem „Müll-Detektor“ kommst, dann bin ich sicher, dass du die Selbsterkenntnis entdecken und lernen wirst, deinem „inneren Wissen“ zu lauschen.

 

Wir kamen dann in unserem Gespräch zu einem weiteren Lieblingsthema von Brandon, dem Gesetz der universalen Fülle, und, wie man sie erreichen kann. Brandon bietet auch „Fülle“-Retreats an; ich fragte sie, wie es möglich ist, dass man zwar die Theorie erfasst hat, aber trotzdem beim Umsetzen in die Praxis scheitert. „Du musst reines Vertrauen haben. Du hast wahrscheinlich widersprüchliche Signale ausgesendet. Einerseits sagst du: „Ich will und brauche wirklich (was auch immer), aber gleichzeitig löschst du das aus mit dem Gedanken: „Aber ich verdiene es nicht wirklich.“ Und siehe da: es geschieht nicht!“

 

Mein Leben wurde durch Brandons Ideen bereichert. Ich lernte viel, und seltsamerweise fühlte ich mich nach kurzer Zeit in ihrer Gesellschaft besser und optimistischer als seit Jahren. Sie sorgte bestimmt für Nahrung für den Geist und zeigte mir, dass „alles möglich ist“, wenn man die richtigen Gedanken, Mittel und Hilfe hat.

 

Bevor ich mich verabschiedete, zeigte sie mir noch die Entwürfe für die Titelseite des Buchs, das sie später in diesem Jahr veröffentlichen wird. Ich garantiere Ihnen, dass es in dieser Zeitschrift so bald wie möglich rezensiert wird. Brandon hat einen hektischen Zeitplan von Wochenend-Seminaren und Retreats; sie zeigt anderen, wie sie „die Reise“ leiten können, damit sie mehr Menschen zugänglich wird. Aber vor allem genießt sie ihr Leben in seiner ganzen Fülle.



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